In der Regierungszeit Erzherzog Ferdinand Karls, einer Glanzzeit der Innsbrucker Hofkapelle, hatte nicht der früh international renommierte Jakob Stainer aus Absam das Amt des «erzfürstlichen Hof-Lauten- und Geigenmachers» inne, sondern der aus Füssen stammende Georg Seelos. Gerne wurde er daher zum intriganten Gegenspieler Stainers stilisiert. Wir begeben uns auf die Spurensuche nach authentischen Zeugnissen zu diesem eher weniger bekannten Meister. Als Gast begrüßen wir die Barockgeigerin Nina Pohn, die vor einiger Zeit ein sehr schönes Instrument von Georg Seelos erwerben konnte. Mit ihrem Musizierpartner Alexander Gergelyfi am Cembalo interpretiert sie auf diesem Instrument Musik, die in Innsbruck entstand, etwa Sonaten von Giovanni Antonio Pandolfi Mealli und Giovanni Bonaventura Viviani. Als weiteren Gast begrüßen wir per Online-Schaltung Günter Holzhausen, der als Professor für Kontrabass an der Hochschule für Musik und Theater tätig ist. Er stellt seinen Violone (ein Bassinstrument) von Georg Seelos – das einzige bekannte Instrument dieses Typs aus der Werkstatt des in Innsbruck tätigen Füssener Meisters. In unserer Veranstaltung widmen wir uns auch den Söhnen von Georg Seelos, Johann und Johann Georg: Ersterer erlangte Bedeutung als Lehrer eines heute außerordentlich hoch gehandelten Großmeisters des barocken Streichinstrumentenbaus, Matteo Gofriller, der in Venedig wirkte, eigentlich Matthäus Gfriller hieß und in der Nähe von Brixen geboren wurde.
Mit Nina Pohn, Alexander Gergelyfi, Günther Holzhausen und Claudia Unterkofler
Mag. Ilse Strauß & Mag. Wolfgang Praxmarer
Franz-Fischer-Straße 19/3, 6020 Innsbruck
Tel.: +43 660 4915663
Rosarum Flores, Innsbruck
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